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Ortsvorsteher und Förderverein Diddeberjer Brunnekerb reinigen Dorfbrunnen

(red) - Der Dorfbrunnen in Diedenbergen hatte im Sommer für Schlagzeilen gesorgt: Wochenlang war die Frage, ob und unter welchen Umständen dem Zustand der Wasserlosigkeit endlich abgeholfen werden kann, ein vieldiskutiertes Thema. Rechtzeitig zur Brunnenkerb konnte an dem Wahrzeichen in der Ortsmitte das Wasser dann endlich sprudeln, da sich Ortsvorsteher Klaus Ernst mit Unterstützung des Fördervereins Diddeberjer Brunnekerb bereit erklärt hatte, die Patenschaft für den Brunnen zu übernehmen. Am vergangenen Samstag versetzten „der Pate“ und die Kerbefreunde den Dorfbrunnen erstmals in den „Winterschlaf“ und reinigten das traditionsreiche Sandsteinbauwerk.

Die Patenschaft von Ortsvorsteher Klaus Ernst, der im vergangenen Jahr auch zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins Diddeberjer Brunnekerb gehörte, umfasst das An- und Abstellen des Brunnens und die regelmäßige Reinigung. Aufgaben, die früher von städtischen Mitarbeitern übernommen wurden. Um die damit verbundenen Kosten einzusparen, wurde der Brunnen kurzerhand still- beziehungsweise trocken gelegt - sehr zum Ärger der Diedenberger Bürger. Nach der im Juli abgeschlossenen Vereinbarung zahlt die Stadt nun nur noch Strom und Instandhaltung sowie das Wasser, das allerdings nur gelegentlich gewechselt werden muss - bei 1,5 Kubikmetern Fassungsvermögen ein Kostenfaktor, der vernachlässigt werden kann. Die regelmäßigen Arbeiten übernehmen Brunnen-Pate Klaus Ernst und der Förderverein.

Fast der komplette Vereinsvorstand war angerückt, um das Wasser abzulassen und den Brunnen von Laub und Schmutz zu befreien. Die Arbeit war schnell erledigt - die Diedenberger hatten ihren Brunnen pfleglich behandelt, so dass es kaum Verunreinigungen gab. Im Frühjahr wird das Wasser wieder angestellt, dann steht das nächste „Arbeits-Treffen“ für Klaus Ernst und das Brunnen-Team an.

Der Einsatz des Brunnen-Paten und des Fördervereins setzt die Tradition des Bürger-Engagements fort, dem die Diedenberger ihr Wahrzeichen verdanken. Der damals noch junge Heimatgeschichtsverein, der in diesen Tagen sein 40-jähriges Bestehen feiert, hatte 1976 die Initiative gestartet, im Rahmen der Neugestaltung des Platzes vor dem alten Rathaus auch wieder einen Brunnen zu errichten. Denn ursprünglich gab es an dieser Stelle einen „Röhrenbrunnen“, der nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Um das Bauwerk zu finanzieren, wurden zwei Brunnenfeste veranstaltet, und viele Diedenberger Bürger unterstützten das Projekt mit Spenden. So konnte der Brunnen, für dessen Entwurf sich der Hofheimer Künstler Hermann Haindl an dem historischen Vorbild orientiert hatte, im November 1977 eingeweiht wurden. Später zog dann auch die traditionsreiche Kerb von der Turnhalle beziehungsweise dem Festplatz wieder in die Ortsmitte, wo sie seitdem als „Brunnekerb“ rund um das Wahrzeichen gefeiert wird - ein Grund mehr für den „Förderverein Diddeberjer Brunnekerb“, sich jetzt dafür einzusetzen, dass in dem Brunnen auch wieder Wasser fließen kann.

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